Häuptseite  Modelleisenbahnblog  Bestbewertet  Meistgelesen  Videos 

RSS  Newsletter 


Die gute Liste - Teil 2


28.02.20 11:07

Teil 2 – LEBENSMITTEL

Abfallfreie Lebensmittel

Im Bild: Honig vom Imker im Bekanntenkreis, selbst abgefüllte Bio-Haferflocken vom Unverpackt-Laden, selbst abgefüllte Bio-Milch vom Milch-Automat direkt auf dem Bauernhof, Apfelsaft von der Streuobstwiese des Nachbarn, Sprudelwasser aus dem Trinkwassersprudler, selbst gemachtes Sauerkraut aus Weißkohl von der örtlichen solidarischen Landwirtschaft.

Unverpackt-Läden
gibt es mittlerweile in vielen größeren und kleineren Städten. Zum typischen Angebot gehören Nährmittel, Teigwaren, Mehl, Trockenfrüchte, Gewürze, Süßwaren oder auch Drogerie- und Reinigungsartikel, die man hier in selbst mitgebrachte Mehrweggefäße wie Dosen oder Gläser abfüllen kann. Viele der angebotenen Artikel sind Bio- oder fair gehandelte Produkte. Man vermeidet hier also Verpackungsabfälle und bekommt hochwertige Lebensmittel. Theoretisch kann man auch von allem genau die Menge kaufen, die man gerade benötigt. Das ist aber kein echter Vorteil, weil praktisch nur Waren angeboten werden, die man sowieso auf Vorrat kauft und lagern kann, da sie nicht verderben.
Inzwischen bieten auch manche Supermärkte schon unverpackte Nährmittel an.

Eigene Beutel für Gemüse und Brot
Nicht nur im Unverpackt-Laden kann man unverpackt einkaufen. Wenn man eigene Stoffbeutel für Backwaren, Obst und Gemüse mitbringt, kann man auch beim Bäcker und im Supermarkt Papier- und Plastiktüten einsparen. Beim Biomarkt wird das Tara der Stoffbeutel an der Kasse abgezogen.

Molkereiprodukte im Mehrwegglas
Außer Milch gibt es auch Sahne und Joghurt in Mehrwegglasverpackungen zu kaufen. Und sogar Fruchtjoghurt, wenn man den mag (noch besser schmeckt Naturjoghurt mit frischen Früchten oder mit selbstgemachter Marmelade oder selbst eingemachten Beeren).

Saft Bag in Box oder Glasflasche
Auch Fruchtsaft muss nicht aus der Plastikflasche oder aus dem Tetrapak kommen. Mehrweg-Glasflaschen gibt es häufig von regionalen Erzeugern. Die Bag-in-Box-Verpackungen, in die oft in kleinen Mengen hausgemachter Apfelsaft abgefüllt wird, sind zwar auch aus Plastik, hier fällt aber nur ein Beutel je fünf oder sogar zehn Liter Saft an. Weil beim Zapfen keine Luft in den Beutel gelangt, hält sich der Saft auch im angebrochenen Beutel noch wochenlang. Der äußere Karton aus Pappe kann wiederverwendet werden. Oder man ersetzt ihn gleich durch eine optisch ansprechendere Holzkiste.

Leitungswasser sprudeln
Der Trinkwassersprudler für zu Hause ist längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch kaufen die meisten Menschen Wasser in Flaschen, um es mit dem Auto nach Hause zu bringen. Dabei ist das selbst Sprudeln so einfach, günstig und das Wasser schmeckt genauso gut.

Orangen-Abo
Wenn im Winter nicht mehr viele regionale saisonale Vitamin-Lieferanten zur Verfügung stehen, sind Orangen aus Südeuropa eine willkommene Alternative. Bei naranjas del carmen kann man eine Patenschaft für ein Orangenbäumchen übernehmen und bekommt seine Bio-Orangen dann erntefrisch zugeschickt. Eine mechanische Saftpresse bietet sich an, um die großen Mengen an Orangen zügig zu verarbeiten. Aber auch für ungepresste Orangen gibt es viele leckere Rezepte vom Salat über den Kuchen bis zur Marmelade.

Solawi
Wer in der Stadt wohnt und keinen eigenen Garten bewirtschaften kann oder will, für den könnte eine solidarische Landwirtschaft eine Alternative sein, um an frisches Bio-Gemüse aus eigener Ernte zu gelangen. Hier zahlt man in der Regel einen Mitgliedsbeitrag und hilft gelegentlich auf dem Acker der Solawi mit, dafür bekommt man regelmäßig einen Ernteanteil. Man muss sich allerdings die Angebote vor Ort ansehen und entscheiden, was zu einem passt. Die Gruppen sind oft als Vereine organisiert, in denen es mal besser und mal schlechter laufen kann. Teilweise kann viel Einsatz der Mitglieder gefragt sein, vor allem, wenn es wenig oder keine angestellten Gärtner gibt. Und auch die Verarbeitung der saisonal anfallenden Gemüsemengen kann mitunter einiges an Arbeit bedeuten.
Eine Alternative könnte eine wöchentlich gelieferte Biokiste sein. Ein solches Angebot habe ich bislang noch nicht selbst getestet. Auch hier gibt es aber große unterschiede von regionalen Bauern, die ihre eigene Bio-Ernte frisch und saisonal direkt vermarkten bis hin zu fliegenden Händlern, die die Ware selbst auf dem Großmarkt einkaufen und dann nur noch verteilen.

Margarine aus dem Papier
Da man ja nicht so viele tierische Fette essen soll, liegt die Idee nahe, von Butter auf Margarine umzusteigen. Die üblichen Plastik-Bottiche, in denen Margarine normalerweise verkauft wird, haben mich aber immer abgeschreckt. Zum Glück gibt es aber inzwischen auch Margarine als Block im gleichen Format und in der gleichen Verpackung wie Butter zu kaufen. So kann man auch seine lieb gewonnene Butterdose weiterverwenden.
Das Verpackungs-Papier der Margarine, in dem immer kleinste Reste hängen bleiben, eignet sich übrigens hervorragend, um damit eine Kuchen- oder Auflaufform einzufetten.

Der Bio-Bauernhof
Wer das Glück hat, einen Bio-Bauernhof in erreichbarer Nähe zu haben (das gibt’s sogar am Rande mancher Großstadt), kann sich dort mit verschiedenen Lebensmitteln des täglichen Bedarfs eindecken. In meinem Fall ist der Hof 15 Fahrrad-Minuten entfernt und bietet am Verkaufsautomaten unter Anderem Milch, Eier, Frischkäse, Joghurt und Wurstkonserven an, alles in Mehrwegverpackungen. Gemüse und Getreide gibt es im zugehörigen Hofladen, Fleisch wird zu den Schlachtterminen auf Bestellung verkauft.

Selber Mixen
Manches, was man fertig verpackt kaufen kann, ist bei genauem Hinsehen eine banale Mischung einfachster Grundzutaten: Pudding-Pulver besteht aus Speisestärke und Zucker, Trink-Kakao aus Kakao-Pulver und Zucker, Salat-Dressing-Päckchen enthalten meist nur Salz, Gewürze und etwas Öl. Wer selber mixt, kann seine eigenen Ideen einbringen und spart sich nebenbei den Verpackungsmüll.

INHALT:
Teil 1 – Allgemeines
Teil 2 – Lebensmittel
Teil 3 – Drogerie & Schreibwaren
Teil 4 – Küche
Teil 5 – Bekleidung & Outdoor
Teil 6 – Mobilität & Dienstleistungen

Bewerte diesen Artikel:    RSS-Feed  Medien-Newsletter

Zurück: Die gute Liste - Teil 1
Nachhaltig ist das neue Premium - ein Begriff, der toll klingt und den man überall draufschreiben kann, weil er als Produktmerkmal nicht klar definiert ist. Ein bisschen Nachhaltigkeit in der eigenen Lebensführung kann...

Kommentare zu diesem Artikel

Erstelle den ersten Kommentar zu diesem Artikel!

Einen Kommentar erstellen

Name (erforderlich)

E-Mail-Adresse zur Benachrichtigung bei Antworten (optional)

Webseite (optional)

Hinweise zu Kommentaren

Die Kommentare werden von einem Moderator freigeschaltet. Die Möglichkeit, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht freizuschalten, ist vorbehalten.


© 2007-2019 Bahn87.de  Kontakt  Hilfe  Impressum


ID Gute_Liste_II  Nr. 148