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Die gute Liste - Teil 4


08.03.21 10:58

Teil 4 – KÜCHE

Teflonfreie Bratpfanne

Im Bild: Eine gut eingebratene Eisenpfanne mit natürlicher Anti-Haft-Wirkung ganz ohne giftige Teflon-Beschichtung.

Auch in der Küche kann man viel Müll vermeiden, Ressourcen sparen und weitgehend auf Plastik verzichten.

Ein gutes Messer ersetzt viele Geräte
Wiegemesser, Nicer Dicer, Zwiebelhacker, Brotschneidemaschine... all diese Geräte, die oft Plastikteile enthalten, die gern kaputtgehen, kann man sich sparen, wenn man zwei bis drei gute Messer besitzt. Schonend gelagert, beispielsweise in einem Messerblock und immer mal wieder über einen Wetzstahl gezogen, bleiben sie jahrelang scharf.
Gelegentlich sollte man die Messer schleifen lassen, damit sie eine neue Grundschärfe erhalten und wieder fit sind für die nächsten Jahre.

Manuell statt elektrisch
Viele elektrische Küchenhelfer sind nur für eine geringe Lebensdauer ausgelegt und enthalten viele Plastikteile: Versagt eines, ist die ganze Maschine Elektroschrott.
Die manuelle Alternative ist oft Ressourcen sparender und langlebiger:
Keramik-Kaffeefilter statt Kaffeemaschine, Wasserkessel auf dem Gasherd statt Plastik-Wasserkocher, manuelle Saftpresse aus Edelstahl statt der elektrischen Variante aus Plastik, Waffeleisen und Crêpespfanne aus Gusseisen für die Herdplatte, Frittiertopf statt Fritteuse – und so weiter. Erstaunlich, wie viele elektrische Geräte allein für die Küche uns die Industrie im laufe der Jahre angedreht hat.

Eisen und Stahl statt Teflon und Aluminium
Teflon steht unter anderem im Verdacht, sich negativ auf die menschliche Gesundheit auszuwirken. Beschichtete Oberflächen halten nur für begrenzte Zeit, dann muss die giftige Substanz entsorgt werden. Und unter der Teflon-Schicht steckt oftmals Aluminium, das auch keinen wesentlich besseren Ruf genießt.
Dabei sind die Alternativen seit Jahrhunderten bekannt und nicht einmal unbedingt teuer:
Für alles, was kross angebraten werden soll, sind unbeschichtete Eisenpfannen bestens geeignet, also zum Beispiel für Fleisch und Fisch, Gemüse, Bratkartoffeln oder Eierpfannkuchen. Die Pfanne brennt mit der Zeit ein und erhält eine Patina, die als natürliche Anti-Haftbeschichtung wirkt. Dann backt überhaupt nichts mehr an. Nach der Benutzung wird die heiße Pfanne mit heißem Wasser abgespült und abgetrocknet, fertig.
Ebenso funktionieren auch Gusseiserne Waffeleisen: Einmal gut mit Öl eingebrannt und vorgeheizt, kann hier nichts mehr anhaften und die Waffeln werden unvergleichlich kross.
Für alles, was nach dem Anbraten abgelöscht werden soll (Soßen, Currys, Risotto ...) empfiehlt sich ein Edelstahltopf. Die Röstaromen werden beim Ablöschen vom Boden losgekocht – und sollte doch mal etwas anhaften, kann es bedenkenlos mit dem Stahlschwamm entfernt werden.
Töpfe und Pfannen aus Eisen und Edelstahl halten ein Leben lang. Emailliertes Kochgeschirr ist etwas universeller einsetzbar sowohl für kross Gebratenes wie auch für Soßen. Teilweise darf es sogar in die Spülmaschine und ist somit auch pflegeleicht. Allerdings sind die Töpfe und Pfannen auch deutlich teurer und auch eine Emaille-Beschichtung ist nicht unkaputtbar. Auf keinen Fall darf man sie mit einem Stahlschwamm behandeln, was bei unbeschichtetem Metall kein Problem ist.

Milchkannen aus Edelstahl
gibt es von EcoTanka mit und ohne Vakuum-Isolation. Diese sind viel leichter als Glasflaschen und gehen auch bei unsanftem Transport zum Bauernhof nicht kaputt.

Glasstrohhalme statt Plastik
Glasstrohhalme gibt es in kurz (für Cocktails) oder lang, in transparent, schwarz oder bunt, mit Knick oder ganz gerade - es ist also für jeden was dabei. Oft wird auch eine passende Spülbürste für die dünnen Röhrchen gleich mitgeliefert. Durch das Glas sieht man auch, ob der Strohhalm wirklich sauber geworden ist, ein klarer Vorteil gegenüber Blechröhrchen aus Metall.

Glasscheiben für Angeschnittenes
Anstatt angeschnittenes Obst und Gemüse mit Frischhaltefolie abzudecken, kann man es einfach mit der Schnittfläche nach unten auf eine Glasplatte legen. Alternativ funktioniert es auch mit dem Deckel eines Weckglases oder auch mit einem möglichst ebenen Teller - eine völlig plane Glasscheibe ist aber die beste Option.

Vorratsgläser
Sicher haben viele Menschen Vorratsbehälter in der Küche zum Beispiel für Zucker oder Reis. In der Küche bieten sich dafür Behälter mit aufgestecktem Deckel an, die sich schnell und einfach öffnen lassen.
Wer im Unverpackt-Laden einkauft, braucht aber auch Behälter für die Vorratskammer oder den Keller, da man ja keine lagerfähigen Verpackungen zu den losen Lebensmitteln dazu bekommt. Hier empfehlen sich große Einmachgläser. Diese gibt es preiswert in den verschiedensten Größen mit bis zu 2,7 l Füllvolumen, sodass ein ganz ordentlicher Vorrat hineinpasst. Mit Gummiring luftdicht verschlossen lagern die Vorräte sicher geschützt.
Am besten wählt man für die Vorratsgläser genau ein vielfaches Volumen der Behälter, die man in der Küche verwendet. So kann man das Glas in der Küche mehrfach nachfüllen und weiß dann, dass es wieder Zeit ist zum Einkaufen.

Eiswürfel-Form aus Edelstahl
gibt es von EcoBrotbox. Hierbei hat sich der Hersteller an der klassischen Form aus Aluminium orientiert und diese aus lebensmittelunbedenklichem Edelstahl nachgebaut.

Bambusküchentücher
Küchentücher aus Bambusfasern sind teurer als die Papier-Variante, dafür sind sie aber mehrfach waschbar und wiederverwendbar, sehr saugstark, sie zerfetzen nicht, wenn sie nass sind und am Ende ihres Lebens sind sie auch noch kompostierbar. Eine klare Kaufempfehlung!

Spültücher aus Leinen
sind noch deutlich teurer, aber sie halten jahrelang, fühlen sich gut an, nehmen gut Wasser auf, trocknen schnell und sind kompostierbar.

Sisal-Schwamm
Zum sanften Scheuern in Töpfen und Pfannen. Er kann in der Spülmaschine wieder frisch gemacht werden und ist kompostierbar. Gegen schlimmste Verkrustungen hilft er aber nicht, da braucht man einen Edelstahlschwamm.

Kein Backpapier
Backpapier ist üblicherweise mit Silikon beschichtet und nur bis 200 °C zugelassen. Es gibt auch unbeschichtetes Backpapier zu kaufen, das man aber einfetten muss, damit es nicht am Teig klebt. Das macht die Sache überflüssig, denn statt dessen kann man auch gleich das Blech fetten oder mit Mehl bestäuben. Wenn ein emailliertes Backblech nach einiger Benutzung beim Spülen nicht mehr richtig sauber wird, kann es im Backofen mit Hilfe der Pyrolysefunktion gereinigt werden und ist danach wieder wie neu.

Im Kühlschrank Auftauen spart Energie
... und dauert auch nicht viel länger als bei Raumtemperatur. Wenn es also nicht auf jede Minute ankommt, legt man die aufzutauenden Lebensmittel oben in den Kühlschrank. Sie geben ihre Kälte ab und der Kompressor muss derweil weniger arbeiten.

Restlos Kochen
Dies ist vielleicht eher ein Lebensmittel-Tipp, aber auch das hilft, in der Küche Abfall zu vermeiden: Bei vielen Gemüsesorten kann man viel mehr Pflanzenteile verarbeiten, als nur die Filetstücke. Bei Brokkoli und Blumenkohl schmeckt der Stiel genauso gut wie die Röschen, wenn man ihn schält und kleinschneidet. Und wenn man schon dabei ist, kann man beim Blumenkohl auch gleich noch die Blätter mit verarbeiten. Aus den Schalen und Enden von Spargel lässt sich noch die Grundlage für eine schmackhafte Suppe schaffen. Auch vom Mangold kann man die Stiele essen, wenn man sie etwas länger gart als die Blätter. Fenchelgrün ist ebenfalls essbar. Sicher gibt es noch unzählige weitere Beispiele, die ich noch gar nicht kenne.


INHALT:
Teil 1 – Allgemeines
Teil 2 – Lebensmittel
Teil 3 – Drogerie & Schreibwaren
Teil 4 – Küche
Teil 5 – Bekleidung & Outdoor
Teil 6 – Mobilität & Dienstleistungen

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