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ICE3 - Zugvorstellung
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30.07.25 21:37
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Vor ca. 15 Jahren war in der Miba ein Artikel zum Thema Aufwertung des Piko-ICE3 zu lesen. Da mir der Zug ohnehin gefiel und günstig zu bekommen war, habe ich 2013 eine etwas verkürzte sechsteilige Einheit besorgt und auch damals schon mit der Umgestaltung begonnen.
Auch in zahlreichen Foren-Einträgen im Internet findet man Berichte zum Umbau des Zuges, wobei jeder unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Die einen konzentrieren sich mehr oder ausschließlich auf das Äußere des Zuges, die anderen auch auf die Inneneinrichtung und als drittes großes Themenfeld gibt es die Fahreigenschaften und den Antrieb, die ab Werk nicht optimal sind.
Antrieb
Was die Fahreigenschaften angeht, habe ich lediglich etwas Zusatzgewicht in die ursprünglich sehr leichten einzelnen Wagen eingebracht, damit sie sicherer in der Spur bleiben. Dies war für das Fahren der sechsteiligen Einheit auf meiner alten Anlage mit engen Bögen und großen Steigungen erforderlich. Hierzu habe ich ein Flacheisen aus dem Baumarkt in Stücke gesägt und in jedem Wagen ein Stück davon im Leerraum zwischen Wagenboden und Inneneinrichtung verstaut.
Einen Umbau des Antriebs mit neuen Schnecken und Zahnrädern oder sogar einem neuen Motor habe ich nicht durchgeführt.
Inneres

Bei der Inneneinrichtung des Zuges habe ich mich im ersten Schritt auf die von außen durch die Klarglasfenster gut einsehbaren Führerstände beschränkt. Die im Original stark getönten oberen Hälften der Frontscheiben habe ich von innen schwarz lackiert. Darunter habe ich jeweils eine Sonnenblende montiert, die aus Polystyrolstreifen im Eigenbau entstand. Die Einrichtung der Führerstände wurde farblich behandelt.
Äußeres

Ebenfalls farblich überarbeitet wurden die Dachgärten der beiden Trafowagen. Die herausnehmbaren Teile wurden grau und blau, die Pantographen silberfarben lackiert. Auf einen Austausch der Stromabnehmer gegen feiner detaillierte habe ich verzichtet.
Weiterhin wurden die Lüftungsöffnungen an den Wagenkästen und die Faltenbälge an den Wagenübergängen mit verdünnter schwarzer Farbe ausgelegt.
Die Beschriftung habe ich mit Taufnamen und den um 2010 verbreiteten Telekom-Logos an den Endwagen ergänzt.
Fortsetzung in 2025
Nachdem das Projekt ein Jahrzehnt geruht hatte, habe ich mich nun des Zuges wieder angenommen. Mit zwei weiteren Zwischenwagen wurde er zu einer vorbildgerechten achtteiligen Einheit verlängert, wobei einer der 2.-Klasse-Wagen umgedreht werden muss. Dazu müssen die Kabel an den Kupplungen praktischerweise nicht aufgetrennt werden sondern die Kupplungen lassen sich mit den Kabeln aus den Kulissenführungen herausfädeln. Leider sind die neuen Wagen etwas heller lackiert als die älteren. (Oder sind die älteren mit den Jahren nachgedunkelt?)
Die Abschlusskanten der Faltenbalge an den Wagenübergängen wurden mit einem Edding-Lackstift silbern abgesetzt, was zusammen mit der schon früher durchgeführten Patinierung in diesem Bereich einen sehr hübschen Blickfang bietet.

Wie im oben erwähnten Miba-Artikel vorgeschlagen, wurden bei allen Wagen die Fensterbänder herausgenommen um die darunter liegenden Fensterstege schwarz zu lackieren. Dies ist recht aufwändig, da die Fensterscheiben bei den älteren Modellen von innen verklebt sind. (Bei den neueren sind die Befestigungspins aufgeschmolzen, was auch nicht besser ist). Mit einem kleinen Fräskopf (Dremel) lassen sich die Fenster aber unbeschädigt von der Innenseite lösen. Eine Klebstoff-Orgie wie beim Brawa-Talent, wo sich die Fenster gar nicht entfernen lassen, bleibt einem hier zum Glück erspart. Der optische Effekt belohnt den Aufwand: Die schwarzen Fensterstege sehen sehr viel besser aus und auch die Befestigungspins sind dann von außen nicht mehr sichtbar.
Die Spitzenbeleuchtung war bei meinem alten Zug noch mit gelben LEDs ausgeführt, die ich durch warmweiße ersetzt habe.
Die Beschriftung wurde weiter ergänzt mit „DB BAHN“-Schriftzügen an allen 24 Türen und jeder Türöffner bekam einen kleinen grünen Farbklecks verpasst. An allen (im Original) angetriebenen Wagen habe ich die Scheibenbremsen an den Rädern mit silberner Farbe und einem feinen schwarzen Edding-Stift nachgebildet. Diese Nachbildung ist sicher nicht perfekt, aber recht einfach umzusetzen und der Gesamteindruck passt. Die in hellgrauem Plastik glänzenden Drehgestelle wurden mit dunkelgrauer matter Farbe patiniert und die Luftfedern mattschwarz lackiert.

Pläne für die Zukunft
Äußerlich ist der Zug nun fertig, von den noch fehlenden Wirbelstrombremsen an den nicht angetriebenen Wagen abgesehen. Diese sind leider nicht käuflich zu erwerben und müssen daher als 3D-Drucke hergestellt werden. Auf Märklin-Teile aus dem Ersatzteilhandel möchte ich nicht zurückgreifen.
Ähnlich sieht es bei der Inneneinrichtung aus. Hier muss ich noch entscheiden, was machbar ist. Gerne würde ich bei den 1.-Klasse-Wagen die 2:1-Bestuhlung nachbilden, was jedoch einen sehr großen Umbauaufwand bedeuten würde.
Wenn die Inneneinrichtung fertig gestellt ist, wird der Zug selbstverständlich auch eine Innenbeleuchtung benötigen, damit die Einrichtung trotz der getönten Scheiben sichtbar ist. Bei der Beleuchtung muss vor allem auch das Bordrestaurant mit seinen Tischleuchten bedacht werden. Eines schönen Tages werden in meinem längsten Zug mehr als 150 Preiser-Figuren Platz nehmen.

UPDATE 13.12.2025
Im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Inneneinrichtung habe ich auch die fehlenden Wirbelstrombremsen ergänzt an den Wagen, die im Vorbild nicht angetrieben sind. Die Vorlagen verkauft ein User namens Sonderzug auf der Plattform cults3d.com. Ich habe diese auf fdm-druckservice.de aus grauem Harz drucken lassen, die Farbe passt dann so genau, dass eine Lackierung nicht mehr erforderlich ist. Ein bisschen Patina kann natürlich nicht schaden.
Leider waren die 3D-Vorlagen für meine Drehgestelle nicht 100% passgenau, sodass sie etwas mit dem Skalpell nachbearbeitet werden mussten. Außerdem müssen an den Drehgestellblenden die vorhandenen Nachbildungen der Scheibenbremsen entfernt werden, wozu sinnvollerweise die Radsätze aus den Drehgestellrahmen entnommen werden. Nach acht Drehgestellen mit insgesamt 16 Wirbelstrombremsen bin ich nun froh, fertig zu sein, da dies doch eine eher nervenaufreibende Arbeit ist. Im Bild die beiden Drehgestellvarianten mit Scheiben- und Wirbelstrombremsen im Vergleich nebeneinander.
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Zurück: Update für die Schwarzwaldbahn - Zug... Als nächster Zug nach dem Triebzug BR 628/928 sollte meine Schwarzwaldbahn nach 12 Jahren ein größeres Update bekommen. Schon bei der Zugvorstellung im Jahr 2012 hatte ich angemerkt, dass noch die ein oder andere Verbesserung...
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